FV Bad Rotenfels 1913 e.V.

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FVR-Chronik von 1962 - 1972

1963: Freiwillige Helfer leisteten über 5500 Arbeitsstunden / Clubhaus wird zum 50. Jubiläum des Vereins eingeweiht

Schon damals wurde beim Clubhausbau kräftig angepackt

Die Bauarbeiten dauerten zwei Jahre. Trotz aller finanziellen Schwierigkeiten konnte das Clubhaus am 30. Juni 1963 eingeweiht werden. Dieses Ereignis brachte dem FV Rotenfels für die kommenden Jahre regen Aufschwung.

1. Mannschaft 1963 von links: Peter Glaser, Edmund Biesinger, Jakob Kerscher, Hans Schweyda, Heinz Hatzenbühler, Peter Radüg, Jürgen Riedinger, Manfred Vogt, Anton Schick, Siegfried Blaukat, Walter Stößer

Gemäß dem Motto des damaligen Jugendleiters Johannes Schick, wurde in das Clubhaus eine Tafel mit der Aufschrift: „Mit der Jugend, für die Jugend“ eingemauert.

Schlüsselübergabe 1963: Walter Friedrich, Erich Seiler, Martin Schulz, Leopold Kuhn, Emil Gabriel, August Wick

In das Jahr 1965 fiel wieder eine Veränderung in der Vereinsführung. Erich Seiler trat aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück, und der bisherige zweite Vorsitzende Walter Friedrich übernahm die Vereinsführung. Die Ehren- und Gründungsmitglieder Albert Müller und Franz Greiser wurden 1966 bzw. 1967 zum Alterspräsidenten bzw. Ehrenvorsitzenden gewählt.


1968/69: Mit Klaus Günther und Alex Benk Kampf um die Meisterschaft

Ab 1967 ging es auch auf dem sportlichen Sektor steil bergauf. Wurde in den vergangenen Jahren stets gegen den Abstieg gekämpft, so wurde mit der Verpflichtung des ehemaligen DDR-Auswahlspielers Klaus Günther der Kampf um die Meisterschaft angesagt. Am Ende der Runde hatte die 1. Mannschaft den 2. Platz und die 2. Mannschaft gar die Meisterschaft errungen. Leider blieb es bei einem einjährigen Gastspiel des Erfolgstrainers, da er bei dem Bundesligisten Borussia Dortmund einen Profi­-Vertrag unterzeichnete. Aber auch seinem Nachfolger Alex Benk blieb der Erfolg treu, wenn auch das angestrebte Ziel, die Meisterschaft, knapp verfehlt wurde. So wurde man mit der 1. Mannschaft einmal Zweiter und einmal Dritter, und mit der 2. Mannschaft Erster, bzw. Zweiter.


1969: Der 34-jährige Paul Goll übernimmt die Führung des Vereinsschiffes

Als im Jahr 1969 Walter Friedrich während der Jahreshauptversammlung aus beruflichen Gründen unerwartet zurücktrat, sah man allenthalben ratlose Gesichter. Paul Goll erinnert sich noch gut an diesen Abend: „Plötzlich riefen alle meinen Namen. Ich konnte gar nicht anders als Ja zu sagen, auch wenn man mich damals ins kalte Wasser geworfen hat.“ Paul Goll war zu diesem Zeitpunkt seit 5 Jahren Leiter der Alten Herren und galt bei den Mitgliedern als neuer Hoffnungsträger. Es waren Erwartungen, die der erst 34-jährige gar übertreffen sollte. Keiner ahnte nämlich, dass dies die Geburtsstunde für eine 16 Jahre dauernde Vereinsführung sein sollte. Paul Goll besorgte sich als Erstes Bücher über Vereinsführung und „biss“ sich in sein neues Amt rein. Aufgrund ihrer besonderen Verdienste wählte die Generalversammlung 1971 Franz Greiser zum Alterspräsidenten und Erich Seiler zum Ehrenpräsidenten.


1971: Aufstieg in die Bezirksliga und Bezirksmeisterschaft

1970/71 gelang mit der Verpflichtung des ehemaligen Auswahlspielers Jürgen Werner endlich der große Wurf. Aufbauend auf der Grundlage seiner Vorgänger konnte er die lang ersehnte Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bezirksliga erringen.

Stehend von links: Paul Goll, 1. Vorsitzender, Bernd de Jonge, Anton Schick, Burkhard Schmidt, Hans Merklinger, Hans Liebich, Stefan Dekorsy, Peter Buth, Franz Greiser, Präsident

Kniend von links: Herbert Gräßle, Klaus Antkowiak, Arthur Knoll, Ivan Blaskovic, Peter Niemann, Manfred Vogt

Daraus resultierend konnte ein weiterer Erfolg gefeiert werden, indem die beiden anderen Staffelsieger VFB Bühl und FV Ottersdorf geschlagen wurden, und somit der Titel eines Bezirksmeisters der Lohn war. Die Begeisterung war groß, und unter den Klängen der Rotenfelser Blasmusik wurde der Titel würdig gefeiert. Der Erfolgstrainer Jürgen Werner konnte leider nicht gehalten werden, weil er seinen Arbeitsplatz in eine andere Region verlegte und so auch seinen Wohnsitz in Rotenfels aufgab. Der neu verpflichtete Trainer Herbert Dannenmaier (ehemaliger KSC-Spieler) konnte aus familiären Gründen sein Amt nur zeitweise ausüben und gab es noch während der Vorrunde auf. Durch den unregelmäßigen Trainingsbetrieb kam die Mannschaft aus dem Tritt, sodass die Bezirksklasse nicht gehalten werden konnte. Eine große Verletzungsserie tat das Übrige.

 

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